Domenico Gabrielli, 1651 bis 1690, lebte, wirkte und starb in Bologna, wo er dem Orchester S. Petronio von 1680 bis zu seinem Tode angehörte. Er war Schüler von Legrenzi und trug als der hervorragende Cellovirtuose, der er war, den Beinamen Minghino dal violoncello, in Bologneser Dialekt Mingan da viulunzaal, wobei Mingan ein Diminutiv von Domenico vorstellte. Er schrieb mindestens 12 Opern, die in Venedig, Turin, Bologna und Modena zur Uraufführung gelangten, Oratorien und zahlreiche Instrumentalwerke, die zu seinen Lebzeiten auch ihre Drucklegung erfuhren. Für Trompete, die in Bologna ganz besonders gepflegt wurde und die Gabrielli auch häufig konzertant in seinen Opern und Oratorien einsetzte, schrieb er mehrere Originalwerke, darunter die 1968 neu herausgegebene Sonate Nr. V in D, ursprünglich in C für Trompete, zwei Violinen, Viola, Violoncello und basso continuo, die besonders hohe Ansprüche stellt an die Linienführung und melodische Gestaltungskraft des Trompeters.